Mehr Sport im neuen Jahr – Motivationstipps von Niklas Pfitzner

„Mehr Sport treiben“ ist der wohl am häufigst genannte gute Vorsatz an Silvester. Inzwischen sind die ersten Tage des neuen Jahres vergangen und vielleicht droht bei dem ein oder anderem von Euch die Euphorie beim Zubinden der Laufschuhe oder beim Besuch des Schwimmbades bereits wieder nachzulassen. Dann haben wir genau das Richtige für Euch: Expertentipps, mit denen Ihr Euch langanhaltend für Euer Sportprogramm motiviert.

Wir haben Niklas Pfitzner gefragt, wie das gelingen kann und welche Trendsportarten 2015 besonders viel Spaß machen. Niklas ist nämlich nicht nur Sportstudent und Trainer einer D-Jugend-Fußball-Mannschaft, sondern auch Referent für Trendsportarten bei der Sportjugend Niedersachsen und Mit-Organisator der Funsporthalle in Göttingen. Klar, dass wir solch einen modernen engagierten Sportsgeist auch bei uns im Programm zu Wort kommen lassen: Der 21-jährige hat für uns ein fünftägiges Fußball-Abenteuercamp geplant und auf die Beine gestellt.

Hier nun Niklas‘ Ratschläge, wie ihr Eure guten Sportvorsätze in die Tat umsetzen könnt:

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„Ich habe vier gute Tipps, die euch helfen werden, zu jeder Tageszeit, in jeder Situation und bei jeder Laune das gemütliche Sofa zu verlassen und aktiv zu werden.

1. Stelle den Spaß in den Vordergrund

Viele Studien haben ergeben, dass sich viele Menschen extrinsisch motivieren, Das bedeutet, sie verfolgen Ziele, die ihr Äußeres betreffen – weniger Kilos, mehr Muskeln etc. Da dies aber oft nicht allzu schnell zu realisieren ist, hören viele mit dem Sport auf. Deshalb mein Tipp: Motiviere dich von innen heraus, also intrinsisch! Versuche den Spaß in den Vordergrund zu stellen und somit neue, möglicherweise bisher selten erfahrene Gefühle zu erleben und kennenzulernen. Es gibt sehr viele Sportarten, probiere Vieles aus, es ist mit Sicherheit etwas für Dich dabei! Weg von Leistung und Wettkampf – Hin zu Spaß und Erlebnis!

2. Sportgemeinschaft erleben

Sport verbindet, Sport vereint! Such Dir Gleichgesinnte, treib mit anderen zusammen Sport und habt gemeinsam Spaß. Ihr werdet Euch gegenseitig motivieren und antreiben – von ganz allein.

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3. Sport im Alltag

Warum viel Geld für Auto, Bus und Bahn ausgeben, wenn es auch kostenlos mit positivem Beigeschmack geht? Das Fahrrad bringt Dich ebenfalls zur Schule, zum Arbeitsplatz oder zu Deinem Termin – und Dein Körper freut sich! Nimm jede Treppe und jede einzelne Stufe, die Dir in die Quere kommt. Fahrstuhl und Rolltreppe sind Out!

4. Lass Dich einfach mal auf etwas Neues ein

Es gibt viele Institutionen, die Ihnen Bekanntes ermöglichen und Unbekanntes vermitteln wollen. Nimm doch mal an einem Sport-Lehrgang teil. Für Kinder habe ich einen ganz besonderen Tipp: Neuerdings bieten die Jugendherbergen Abenteuercamps an, um Kindern Spaß in unterschiedlichsten Bereichen des Sports zu vermitteln und sie nebenbei polysportiv auszubilden. Das heißt, Kinder sollen so viele Sportarten wie möglich kennenlernen, Sport für sich entdecken und dann überzeugt werden, Sport lebenslang zu treiben!

 

Diese Sportarten sind 2015 besonders angesagt:

„Trend“ steht für etwas was „angesagt“ ist, was „cool“ ist, und was auf dem Weg ist, sich zu verbreiten. Und genauso ist es auch mit dem Trendsport. Das besondere hierbei ist, das er unverbindlich ist. Man kann ihn jederzeit an jedem Ort betreiben. Es gibt keine Trainingszeiten oder Wettkämpfe – man ist flexibel und frei!

Beispiele für den Trendsport, die auch bei den Abenteuercamps der Jugendherbergen angeboten werden, sind:

  • Headis (wie Tischtennis, nur mit dem Kopf und einem Handballgroßen Plastikball)
  • Speedminton: Variation zum Badminton (schneller und nicht über ein Netz, sondern auf Zonen)
  • Waveboard: Variation zum Skateboard (schlangenförmiges Fahren, einteilig)
  • X-Lider: getrennte Skater (Variation zum Waveboard, zweiteilig)
  • Inline-Skating
  • Speedstacking: Becherstapeln auf Zeit
  • Leitergolf
  • Slackline: Balancieren zwischen zwei Objekten in beliebiger Höhe
  • Frisbee/Discgolf
  • Bubbleball
  • Crossboccia (Boccia für Überall)
  • StandUp-Paddeling“

Wir danken Dir, Niklas, für Deine fachkundigen Ratschläge! Wer die von Niklas aufgezählten Trendsportarten mal ausprobieren möchte, ist in unseren Sport-Jugendherbergen auf jeden Fall richtig. Vielleicht gefällt Euch dann das ein oder andere so gut, dass Ihr die vier Motivationstipps gar nicht mehr braucht, sondern mit Feuereifer in Bewegung bleibt. Und wenn sich der innere Schweinehund dann doch noch mal meldet, wisst Ihr ja, wie Ihr ihn still bekommt….

Viel Spaß beim Sporteln!

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,

    ich finde den Punkt Motivation bei Sport auch extrem wichtig. Denn ein Sport, der keinen Spaß macht und nur aus anderen Gründen (Gewichtsreduktion, Muskelaufbau etc.) ausgeübt wird, der kann nicht funktionieren. Denn die Lust wird bereits nach wenigen Einheiten nachlassen und wie ein Spielzeug, das keinen Spaß bringt, in der „Ecke liegen“ bleiben…

    Das was Spaß bringt ist der beste Motivator und kann ja auch mit den oben genannten Ziele in Einklang gebracht werden!

    Liebe Grüße
    Max

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