Blogger auf Borkum| Teil 3

Weiter geht’s in unserem Borkum-Blogger-Special. Knapp drei Tage hatten die Netzschreiber im September in der Jugendherberge Borkum verbracht und allerhand angestellt. Darüber schreiben sie in diesen Tagen hier bei uns auf dem Blog. Heute berichtet Sandra von ihrer ganz persönlichen Watt-Mutprobe und wie der singende Albertus sie so verzaubert hat, dass sie ihre Angst am Ende fast vergessen hatte. Aber lest einfach selbst…

Es gibt Momente, da wird es Ernst. Für mich war das der Samstagmittag unseres Blogger-Wochenendes. Nachdem wir den ganzen Vormittag im Seminarraum verbracht hatten und währenddessen echt toll von der DJH Borkum mit Getränken und Gebäck versorgt wurden, hieß es … Umziehen, Sachen packen und auf zur Wattwanderung. Uaaahhhhh!!!! Da war also da, der Programmpunkt, der mir am meisten Sorge bereitet hatte, denn Watt und Sanna, dass passte einfach nicht zusammen. Wer mich kennt der weiß … ich bin ein absolutes Ihhhhhhkind und ekle mich vor allem was kreucht und fleucht und glibbert. Bahhh. Aber … mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen (oder wie heißt das?) … gedrückt wird sich nicht. Und so bin ich todesmutig hinter den anderen hergedackelt. Auf ein neues aufregendes Abenteuer. Kann ich doch!

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Durchgeführt wurde unsere Wattwanderung von einem echten Borkumer Original mit dem Herz nicht nur am rechten Fleck sondern auch auf der Zunge: Albertus (Bertus) Akkermann.

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Bertus kennt sich nicht nur in Flora, Fauna und Viechzeug des Watts bestens aus, er kann sogar singen und dabei noch Akkordeon spielen. Kostprobe gefällig?

Bitte schön….

Bertus zeigte uns essbare grüne Pflanzen, stellte uns laufende Muscheln vor und klärte uns über die Gefahr von Schlicklöchern auf, die als solches aber nicht direkt erkennbar sind. Außerdem zeigte er uns Würmer, die auch beißen können. Zumindest wenn sie das wollen …

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Ich muss sagen, es war wirklich super interessant und mit der Zeit verlor ich auch den Ekel und die Angst. Irgendwann hatte ich mich sogar daran gewöhnt über all diese Wattwürmer, diese kleinen Krebse und Muscheln zu laufen. Das nennt man in der Psychologie wohl Konfrontationstherapie. Funktioniert!

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Ich kann Euch sagen: So ein Marsch durchs Watt ist eine ganz schön glitschige Angelegenheit und man muss zwischendurch gut aufpassen, dass man nicht hinfällt. Aber das Watt hat auch seine schönen Seiten. Diese endlose Weite … Sandbänke, Möwen. Tolles Licht zum Fotografieren. Und wenn man ganz still ist, dann hört man es überall ganz leise blubbern, bzw. irgendwie knistern, wie Kohlensäure.

Ist schon eine ganz eigene, faszinierende Welt, dieses Wattenmeer. Und wenn man dann wieder dort rausgestiefelt ist, dann geht man am besten direkt durch zum Wasserschlauch. Denn der Schlick und Schlamm ist Überall und geht auch nicht ganz so einfach ab.

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Das war ein tolles Erlebnis und ich bin sehr froh, dass ich mich letztlich getraut habe. Was hätte ich da nur alles verpasst. Und ja … ich gebe zu … so ein klein bisschen stolz bin ich auch auf mich. Jawohl.

Und wir sind stolz auf Sandra und freuen uns, dass sie für ihren Mut mit einem so wunderbaren und außergewöhnlichen Watterlebnis belohnt wurde. Die Wattwanderungen mit Albertus starten übrigens stets direkt an der Jugendherberge. Dort gibt es gleich am Eingang des Geländes einen offiziellen Treffpunkt – an dem könnt Ihr Euch bei Eurer Rückkehr natürlich auch die Füße waschen. Ein Wasserschlauch liegt bereit. Informationen zu diesem, aber auch allen anderen Programmpunkten bekommt Ihr auf der offiziellen Website der Jugendherberge Borkum.

Ein Kommentar

  1. Nele sagt:

    Hach, Bertus! Der Gute! 🙂 Es war wirklich ein tolles Erlebnis!

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