VIACTIV-Fußballcamps in den Jugendherbergen: Kicken mit Christoph Metzelder

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Keine Europameisterschaft, kein World-Cup: Fußball spielt in diesem Sommer keine große Rolle. Für die Kinder in der Jugendherberge Aurich allerdings dreht sich eine Woche alles nur um das runde Leder. Beim VIACTIV Fußballcamp verbessern sie ihre Fähigkeiten und lernen neue dazu. Ein besonderes Highlight: Der Fußballstar und ehemalige Nationalspieler Christoph Metzelder kommt an einem Tag der Freizeit vorbei, um mit den Kids zu kicken. 

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Neymar rennt. Meter für Meter Richtung Tor, weiter, immer weiter. Neymar kontrolliert den Ball, schiebt ihn mit der Außenseite seines rechten Fußes am Abwehrspieler vorbei, holt dann zum Schuss aus. Eine Sekunde hoffen, bangen, dass es klappt. Dann der Knall. Latte! Neymar schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, blickt zu seinen Mannschaftskollegen, zuckt entschuldigend mit den Schultern. Teamer Abdullah klopft ihm beim Zurücklaufen zum Anstoß anerkennend auf die Schulter. „Schade, aber gut gemacht.“

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Natürlich: Der Junge auf dem Fußballplatz direkt hinter der Jugendherberge Aurich ist nicht der wahre Neymar. Aber ähnlich, wie der brasilianische Fußballspieler es bereits in seinem Alter war, ist er ein echtes Talent. Renas ist neun Jahre alt, spielt in der E-Jugend in Esterwegen, trainiert zwei Mal die Woche. Eines Tages will er Fußballprofi sein, so wie Neymar. Wobei: den findet er eigentlich gar nicht so gut, gibt er zu. „Ich bin eher ein Fan von Messi.“ Aber das Trikot trägt er trotzdem, weil sein Vater es ihm geschenkt hat.

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Renas hat noch etwas mit Neymar gemeinsam: beide spielen in einem internationalen Team. Der Weltfußballer bis vor Kurzem beim FC Barcelona in Spanien. Und Renas beim Fußballcamp der Jugendherberge Aurich. Seine Mitspieler kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Syrien, Afghanistan, sogar China, Renas hat seine Heimat in Syrien. Sie sind mit ihren Familien aus ihren Ländern nach Deutschland geflüchtet. Woher sie kommen, was sie voneinander unterscheidet, spielt hier jedoch keine Rolle: auf dem Platz sind sie ein Team. Nur, wenn sie zusammenhalten, können sie gewinnen.

Der Teamgeist sei der wichtigste Gedanke des VIACTIV-Fußballcamps, sagt Christoph Metzelder. „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Kids in so kurzer Zeit zusammenwachsen. Es haben sich viele Freundschaften gebildet, und auch gegenseitiger Respekt“, sagt der 38-Jährige. Das sei das Schöne an dem Sport: „Egal, wo du her kommst, welcher Religion du zugehörst, ob du arm bist, ob du reich bist – es zählen einfach nur deine Rolle auf dem Platz, was du an Fähigkeiten einbringst, und was du zum Team beiträgst.“ Dabei kommt es nicht nur aufs Tore schießen an. „Wir sind ja kein Leistungssport-Camp“, so der Ex-Nationalspieler. „Wir wollen einfach nur Spaß zusammen haben.“

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„Kapuuuiiiii“, ruft Söntke Campen, und zählt dann runter: „Zehn, neun, acht…“. Die Kinder und Teens rennen los, kommen von allen Seiten angelaufen, bilden einen Kreis um den 25-jährigen Teamer. Gemeinsam mit Abdullah betreut er das Fußballcamp die ganze Woche über. Schon als Kind hat er im Verein in Aurich gespielt, später seinen Jugendleiterschein gemacht und die A- sowie C-Jugend trainiert. Dann hat er sich eine zweijährige Auszeit gegönnt, ist mit einem 30 Jahre alten Kombi nach Marokko gefahren. Mittlerweile wohnt er in Hamburg, ist selbstständig als Grafikdesigner und engagiert sich unter anderem für die Hilfsorganisation Seawatch. Das Fußballcamp sei ein spannender Ausgleich zum Arbeitsalltag – auch, weil die Kids schnell zusammenfinden. „Mich begeistert, dass der gemeinsame Nenner Fußball oft Basis für die Entstehung echter Freundschaften ist.“

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So wie bei Jakob und Massih: Die beiden sitzen auf einer Mauer im Schatten, während die anderen Dribbeln üben. Jakob ist elf Jahre alt, lebt in Bremen und spielt im Verein. Profi will er nicht werden. „Mein Traum ist es, Landwirt zu sein und irgendwann den Hof von meinen Eltern zu übernehmen“, sagt der Werder-Fan. Jakob ist mit seinem besten Kumpel Tjark nach Aurich gekommen, hat hier aber auch neue Kontakte geknüpft. „Mir gefällt es, dass man hier so schnell so viele kennen lernt“, sagt er und zeigt auf Massih. „Ich habe hier schon richtig gute Freunde gefunden.“ Massih lächelt. In der Jugendherberge wohnt er im Zimmer gegenüber, aber eigentlich kommt der gebürtige Afghane aus Osterwald. „Wir reden viel miteinander. Das macht Spaß“, sagt er.

„Kapuuuiii!“, ruft Söntke wieder, und das heißt: alle zusammenkommen. Es ist Mittagszeit an diesem heißen Mittwoch. Pause, verschnaufen, etwas essen. Danach: Zeit zur freien Verfügung, bis das nächste Spiel ansteht.

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Auch im Haus der Jugendherberge Aurich regiert der Fußball. Berühmte Zitate von Fußballspielern stehen an den Wänden, die Gruppenräume tragen passenderweise Namen wie „Teamgeist“. Dort treffen sich nach der Pause alle zur Mannschaftsbesprechung.

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Ahmed ist froh Über die Abwechslung. Der 15-Jährige hat seine Heimat Syrien vor sechs Jahren verlassen, lange Zeit übergangsweise in der Türkei gelebt. Sein Vater ist vor drei Jahren nach Deutschland weitergeflüchtet, Ahmed mit seiner Mutter und Schwester ein Jahr später hinterhergereist. Seit er in Deutschland ist, hat er das erste Mal das Gefühl, wieder zur Ruhe zu kommen, sagt er. Auch, wenn das nicht einfach ist. „Ich war in der sechsten Klasse, als wir geflüchtet sind“, erinnert sich Ahmed. „Hier in Deutschland bin ich direkt aufs Gymnasium gekommen. Ich konnte kein Englisch und kein Deutsch, das war eine Herausforderung.“ Aber eine, die er gemeistert hat. Hier im Fußballcamp spricht er Arabisch und Deutsch, gut die Hälfte der Teens kennt er über eine Flüchtlingsfußballmannschaft in seiner Stadt. „Aber hier ist es gut, dass die Mannschaften gemischt sind, so kommt man in den Austausch. Und die Teamer sind nett, wir verstehen uns gut“, sagt er und zwinkert Abdullah zu. Mit seinen Zimmerkollegen sitzt er oft noch bis tief in der Nacht auf den Doppelstockbetten. „Hier hat man mal richtig Zeit zum Reden.“

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Söntke steht derweil vor dem Tor und wirft den Kids die Bälle zu. Auf Schulterhöhe, damit sie ihn Volley oder per Fallrückzieher nehmen können.

Ein Kind nach dem anderen läuft nach vorne, um kleine Hütchen herum, und versucht dann, den Ball im Flug zu erwischen. Klappt das, gibt es Applaus von den anderen, klappt es nicht, ermuntern sie einander zum nächsten Versuch. „Auch, wenn man hier mal gegeneinander spielt“, sagt der neunjährige Renas und streicht sich mit den Händen das Neymar-Trikot glatt. „Wir sind ein Team.“

Highlight: Christoph Metzelder kickt mit den Kids

Die Termine für die VIACTIV Fußballcamps 2019 mit Christoph Metzelder stehen übrigens fest: Gleich vier Mal gibt es dieses Jahr die Gelegenheit, mit anderen Kindern Fußball zu spielen und mit dem Profifußballer über seine Erfahrungen zu sprechen. Teilnehmen können Kids im Alter zwischen sieben und 13 Jahren – Erfahrung oder Talent im Fußballspielen ist nicht zwangsläufig nötig. Alle VIACTIV Fußballcamps finden über fünf Tage mit lizenzierten Fußballtrainern statt und bieten neben Trainingseinheiten und freiem Spiel auch Freizeitprogramm mit Stadtrallye und mehr. Trikot und Stutzen werden gestellt, die Verpflegung ist Vollpension. Mitglieder der VIACTIV-Krankenkassen sparen 10 Prozent. Mehr Infos gibt es unter den Links der jeweiligen Fußballcamps:

VIACTIV-Fußballcamp
in der Jugendherberge Aurich
28.07.2019 – 02.08.2019
04.08.2019 – 09.08.2019
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VIACTIV-Fußballcamp
in der Jugendherberge Bad Driburg
04.08.2019 – 09.08.2019
13.10.2019 – 18.10.2019
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VIACTIV-Fußballcamp
in der Jugendherberge Haltern

11.08.2019 – 16.08.2019
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VIACTIV Fußballcamp
in der Jugendherberge Rheine
11.08.2019 – 16.08.2019
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Die Jugendherberge Aurich ist perfekt für alle, die Sport lieben! Mit dem großen Kunstrasenplatz direkt hinter dem Haus, dem Schwimmbad um die Ecke und zahlreichen anderen Möglichkeiten, als Schulklasse, Verein oder mit der Familie aktiv zu werden. Mehr Infos dazu findet Ihr hier.

Zu weiteren Fußballcamps findet ihr weitere Informationen hier auf dieser Übersichtsseite – zum Beispiel folgende:

Soccer-Englishweek in Creglingen

Fußball-Camp für Kids in Ratingen

VFL Wolfsburg-Fußballcamp in Wolfsburg

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